17.10.2021

Digitalisierung: Einstieg in die dritte Dimension

Interview: Dr. Kay Vietor berichtet aus eigener Erfahrung, welche Vorteile der Wechsel vom 2D- zum 3D-Röntgen bringt

Dr. Kay Vietor ist seit 26 Jahren in eigener Praxis in Langen im Rhein-Main-Gebiet als Zahnarzt für Oralchirurgie und Implantologie tätig. Vor sieben Jahren hat er sein erstes DVT angeschafft: Damit hat die Digitalisierung Einzug in seine Praxis gehalten. Heute spricht er als Referent auf vielen Fortbildungen über digitale Techniken. Nach welchen Kriterien hat er sein DVT damals ausgewählt? Wie haben sein Team und er die Umstellung auf die digitale Volumentomografie erlebt? Im Interview verrät er, welche Vorzüge ihm die Digitalisierung bei der täglichen Arbeit bringt.

Herr Dr. Vietor, vor sieben Jahren haben Sie sich ein DVT zugelegt. Wie kam es dazu?

Damals stand eine Neuanschaffung an, weil mein OPG nach entsprechender Zeit nicht mehr korrekt funktionstüchtig war. Somit stellte sich die Frage, ob ich wieder ein 2D-Gerät anschaffe oder auf ein Kombigerät umsteige. Für meine Tätigkeit in Chirurgie und Implantologie war es für mich dann selbstverständlich, in den 3D-Bereich reinzugehen, auch wenn es zu der Zeit noch nicht so verbreitet war. In den letzten Jahren hat es ja einen riesigen Boom in der Digitalisierung gegeben und heute ist es schon selbstverständlich, bei einer Neugründung mit chirurgischem Schwerpunkt mit einem DVT zu starten.

Wir haben uns dann für ein Kombigerät aus OPG und DVT entschieden. In dem Zuge haben wir die gesamte Röntgentechnik in unserer Praxis auf digital umgestellt und seitdem eine Riesenentwicklung mit digitalen Verfahren gemacht. Die Keimzelle für diese digitale Technik war bei uns das DVT – ab dann hat die Digitalisierung rasant Fahrt aufgenommen.

Dr. Kay Vietor

Dr. Kay Vietor, seit 26 Jahren als Zahnarzt für Oralchirurgie und Implantologie in eigener Praxis tätig

Wenn man wie Sie neu in den 3D-Markt eintritt, hat man die Qual der Wahl. Nach welchen Auswahlkriterien haben Sie die Entscheidung für Ihr DVT getroffen?

An erster Stelle stand für mich die Bildqualität. Und obwohl mein DVT sieben Jahre alt ist, habe ich auch heute noch eine hervorragende Bildqualität, die oft besser ist als die Bildqualität mancher Neugeräte von anderen Herstellern. Am zweitwichtigsten war es für mich, diese Bildqualität selbst mit reduzierter Strahlendosis zu erreichen. Und auf Platz drei stand für mich ein flexibler Datenexport.

Welches Gerät hat schließlich Ihre Kriterien erfüllt?

Ich habe mich für den ProMax 3D Classic des finnischen Dentalgeräteherstellers Planmeca entschieden. Es hat meine wichtigsten Kriterien erfüllt: eine frappierend gute Bildqualität, das Röntgen mit reduzierter Strahlendosis und ein offenes System, das mir die Interoperabilität von Daten ermöglicht. Besonders überzeugt hat mich der Ultra-Low-Dose-Modus. Zu dem Zeitpunkt war das ein echtes Alleinstellungsmerkmal, das kein anderer Anbieter am Markt hatte. Und auch heute noch ist der ULD-Modus herausragend: Damit lassen sich 3D-Aufnahmen mit einer Strahlenbelastung vergleichbar mit der einer Panorama-Aufnahme erzielen.

Auch die räumliche Situation hat die Entscheidung mitbeeinflusst: Der vorhandene Röntgenraum ist nicht besonders groß, dementsprechend war ich bei der Gerätegröße limitiert. Das ProMax hat ein zeitlos schlichtes Design und ist recht grazil gebaut. Dadurch ist es in etwa so groß wie mein vorheriges OPG und passt wunderbar in diesen Raum.

Letztlich war auch das sehr gute Preis-Leistungs-Verhältnis ein Grund für meine Entscheidung: Das Gerät hat mir damals genau das geboten, was ich wollte, und es war preislich echt in Ordnung.

Wie haben Sie und Ihr Team den Umstieg von 2D auf 3D erlebt?

Zunächst benötigten meine Kollegin, die mit mir in der Praxis behandelt, und ich den DVT-Fachkunde-Schein, den ich für sehr wichtig und sinnvoll halte. Dennoch sollte man die Komplexität der Diagnostik beim DVT nicht unterschätzen, wenn man von 2D auf 3D umsteigt: Man erkennt plötzlich viel mehr und hat daher eine steile Lernkurve am Anfang!

Für meine Mitarbeiterinnen ging der Umstieg sehr schnell, weil das Gerät sehr intuitiv bedienbar und über den Touchscreen leicht zu handeln ist. Am besten ist es, wenn man nicht darüber nachdenken muss. Wenn es im Alltag einfach läuft. Und so ist es: Es geht ruckzuck, egal ob 2D oder 3D, und die Bilder liegen schnell vor.

Einfach: Die Mitarbeiterinnen meisterten den Umstieg zum 3D-Röntgen ProMax 3D Classic sehr schnell, weil das Gerät intuitiv bedienbar und über den Touchscreen leicht zu steuern ist.

Einfach: Die Mitarbeiterinnen meisterten den Umstieg sehr schnell, weil das Gerät intuitiv bedienbar und über den Touchscreen leicht zu steuern ist.

Welche Vorteile bietet Ihnen die Digitalisierung im Arbeitsalltag?

Ein Vorteil, der sich direkt bemerkbar gemacht hat, ist die sofortige Verfügbarkeit der Daten: Der Patient verlässt den Röntgenraum und bis er wieder im Behandlungszimmer ist, kann ich ihm das Bild dort schon auf dem Bildschirm präsentieren. Die meisten Patienten sind dann positiv überrascht, wie schnell das ging: „Wow, moderne Technik!“ Dieser Eindruck wird dann auf unsere gesamte Praxis übertragen: modern, digital, gut ausgerüstet. Diesen Marketing-Effekt darf man nicht unterschätzen!

Ein zweiter wichtiger Punkt in der Digitalisierung ist für mich die Interoperabilität der Daten, sodass ich sie problemlos exportieren, versenden oder in andere Systeme überführen kann. Zum Beispiel kann ich mein Bild sofort mit nur einem Klick in meine Implantatplanungssoftware transferieren und darin direkt weiterarbeiten. Schneller Datentransfer und die Interoperabilität zwischen verschiedenen Programmen und Geräten sind mir außerordentlich wichtig.

Ein dritter Punkt ist die zeit- und platzsparende Archivierung dieser Daten: Mit einem Knopfdruck ist alles archiviert – natürlich mit mehrfach redundanter Datensicherung – und ich brauche mich nicht mehr darum zu kümmern. Ich benötige keine Schränke mehr, in denen Röntgenbilder einsortiert werden. Das erleichtert vieles, auch die Qualitätssicherung.

Ein Vorteil des 3D-Röntgens von Planmeca - Schnelligkeit: Der Patient verlässt den Röntgenraum, und wenn er wieder im Behandlungszimmer ist, kann ihm das Bild schon auf dem Bildschirm präsentiert werden.

Schnell: Der Patient verlässt den Röntgenraum, und wenn er wieder im Behandlungszimmer ist, kann ihm das Bild schon auf dem Bildschirm präsentiert werden.

Welchen Einfluss hatte der Wechsel zur digitalen Röntgentechnik auf Ihre Diagnostik?

Durch den Umstieg habe ich eine viel präzisere diagnostische Beurteilung: Beim 2D-Röntgen ist der Unterschied enorm, weil ich durch Bildbearbeitung, Filterung und Vergrößerung Details viel besser herausarbeiten kann als im Analogen. Und durch das 3D-Röntgen sind die diagnostischen Möglichkeiten explodiert! Ich konnte mir schon nach kurzer Zeit nicht mehr vorstellen, ohne das Gerät zu arbeiten.

Die Anschaffung des DVTs hat in den vergangenen Jahren sicher die größte Verbesserung an Diagnostik- und an Therapieoptionen in unserer Praxis gebracht von allem, was ich mir hätte anschaffen können. Die dritte Dimension im Röntgen eröffnet eine neue Welt – die diagnostischen Möglichkeiten sind dadurch riesig geworden.

Ein überzeugendes Geräte-Feature war für Sie der Ultra-Low-Dose-Modus. Für welche Fragestellungen nutzen Sie den ULD-Modus?

Wir wählen den ULD-Modus sehr oft: 40 bis 50 Prozent unserer Bilder sind im ULD-Modus aufgenommen. Zum einen machen wir grundsätzlich alle postoperativen Aufnahmen im ULD-Modus, da es unlogisch wäre, das Ergebnis zweidimensional zu kontrollieren, wenn ich es mit der gleichen Strahlendosis dreidimensional prüfen kann.

Zum anderen verwenden wir den ULD-Modus prinzipiell bei allen Kindern, unabhängig von der Indikation. Kinder haben in der Regel keine Füllungen und einen sehr gut durchstrahlbaren Knochen, weshalb man dort mit dem ULD-Modus hervorragende Bildqualitäten erreichen kann wie sonst nur mit einer normalen Dosis. Damit tun wir das Maximum an Strahlenschutz für das Kind, was uns möglich ist. Das erspart mir auch häufig Diskussionen mit den Eltern.

Welches Feedback erhalten Sie von Ihren Patienten auf das 3D-Röntgen?

Durch das 3D-Rendering, das Planmeca automatisiert liefert, erhalte ich eine Bildqualität, die fast fotorealistisch ist. Meine Patienten sind extrem begeistert von der diagnostischen Aussagekraft: Sie erleben einen richtigen Aha-Effekt, weil sie ihre Probleme in der Regel sofort erkennen. Mir nimmt das viel Stress, weil ich weniger erklären muss, um dem Patienten zu verdeutlichen, wo das Problem liegt. Und das spart mir Unmengen an Diskussionen über bestimmte Eingriffe, wenn sie die Notwendigkeit selbst erkennen. Ich brauche mich nicht zu rechtfertigen. Die Beratungsqualität ist dadurch eine völlig andere geworden.

Exakt: Obwohl das DVT von Planmeca sieben Jahre alt ist, liefert es auch heute noch eine hervorragende Bildqualität – selbst im ULD-Modus.

Exakt: Obwohl das DVT sieben Jahre alt ist, liefert es auch heute
noch eine hervorragende Bildqualität – selbst im ULD-Modus.

Was erwartet uns in der Zahnmedizin in Zukunft?

Ich glaube, dass die Digitalisierung in sehr großen Schritten weiter vorangeht und dass auch Dinge wie Augmented und Virtual Reality in absehbarer Zeit in der Praxis Einzug halten und vieles in Diagnostik und Therapie revolutionieren werden.

Die Interoperabilität von Datensätzen wird immer wichtiger werden, damit wir alle Daten aus unterschiedlichen Geräten problemlos miteinander kombinieren können. Für unsere Patienten der Zukunft müssen wir versuchen, immer mehr Daten in ein dreidimensionales Koordinatensystem zu bekommen. Sobald ich alle Daten in dasselbe System bekomme, kann ich den Patienten virtuell analysieren und alle Daten nutzen, um seine Behandlung zu planen und umzusetzen.

Wir haben in den vergangenen Jahren schon riesige Schritte im Bereich Digitalisierung gemacht. Da ist so viel passiert, wie man sich vor zehn Jahren nicht annähernd hätte vorstellen können. Ich schätze, dass wir in absehbarer Zeit noch zahlreiche Entwicklungen zu erwarten haben.

Vielen Dank!

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Bilder: Dr. Kay Vietor
Text: Planmeca/Maria Reitzki

Erstveröffentlichung bei am 29.09.2021 in der dzw